Schwarze Regisseure in Hollywood

Die Filmindustrie ist immer noch monolithisch, und es wird wenig getan, um dies sinnvoll zu ändern. Das sind die Fakten, die wir kennen, aber dank einer Reihe von Studien, die diese Woche veröffentlicht wurden, wird der Punkt immer deutlicher.

Während sich 2018 mit einem historischen Höchststand von 11,9 Milliarden US-Dollar an Inlandseinnahmen als Kassenboom erwies, wurden auch bei den schwarzen männlichen Regisseuren deutliche Gewinne erzielt. Laut einer neuen Studie der Annenberg School for Communication and Journalism der U.S.C. hat Hollywood zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt wieder eine größere Anzahl von schwarzen Regisseuren – darunter Ryan Coogler (Black Panther) und Spike Lee (BlacKkKlansman) – eingestellt, um hochauflösende Filme zu steuern.

Bester Film eines schwarzen Regisseurs: Black Panther

Direktor: Ryan Coogler

Niemand sollte schockiert sein, dass Marvel’s Black Panther die Nummer 1 auf dieser Liste ist. Seit seiner Veröffentlichung im Februar hat der von Ryan Coogler inszenierte Film weltweit Kassenrekorde gebrochen und Fans monatelang „Wakanda Forever“ schreien lassen. Mit fast 700 Millionen Dollar an der nordamerikanischen Kinokasse ist der Film der dritthöchste Bruttofilm an der Kinokasse und versenkt die Titanic von 1997.

Der Film hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten und ist ein Beweis dafür, dass ein Film mit überwiegend schwarzer Besetzung sowohl in den Staaten als auch im Ausland erfolgreich sein kann, wo er 646 Millionen Dollar verdient hat.

Vor Black Panther drehte Coogler zwei Spielfilme, Creed und Fruitvale Station, in denen sein häufiger Mitarbeiter Michael B. Jordan mitwirkte.

Die Zukunft der schwarzen Filme

Bevor unser Gespräch überhaupt beginnt, hustet Barry Jenkins eine Entschuldigung aus. Es ist der Tag, bevor sein letzter Film im Theater beginnt – If Beale Street Could Talk, eine Adaption des James Baldwin-Romans von 1974 – und er ist geschäftlich in Philadelphia. Es ist kurz nach 10 Uhr, und die letzten Ecken der Stadt sind aus dem Schlaf gerissen. „Es ist ein bisschen laut, wo ich gerade bin“, sagt er mir. „Da ist ein Truck, der seinen Motor nicht abstellen will.“ Ich hatte vor unserem Chat noch nie mit Jenkins gesprochen, aber der Disclaimer scheint typisch für den Oscar-prämierten Autor zu sein.

Wie seine Filme wirkt Jenkins großzügig und authentisch am Telefon, jemand, der schnell Mitgefühl aufgibt, ohne es im Gegenzug zu erwarten. „Ich bin nur ein Kerl, der Geschichten erzählt“, erzählt er mir irgendwann, und obwohl das wahr sein mag, haben diese Geschichten ganze Welten auf der Leinwand geöffnet. Welten, die uns in ihrer Unschuld und ihrem Schmerz als wahr und offenbar begrüßen. Jenkins, so glaube ich gerne, arbeitet mit einem futuristischen Objektiv. Er ist eine Art Bagger, ein würdiger Führer, der uns gnädigerweise die Existenz zeigt – Menschen und ihre Wege, wie kleine Jungen lernen zu lieben, wie Familien die Not überleben – wo es vorher keine gab.

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